Virtuelle Realitätstherapie
Conventional medicine
Die Virtual-Reality-Therapie (VRT), auch bekannt als Immersionstherapie in der virtuellen Realität (VRIT), Simulation für Therapie (SFT), Expositionstherapie mit virtueller Realität (VRET) und computerisierte CBT (CCBT), ist die Anwendung von Technologie der virtuellen Realität zur Psychotherapie oder Ergotherapie sowie zur virtuellen Rehabilitation. Patienten, die Virtual-Reality-Therapie erhalten, navigieren durch digital erstellte Umgebungen und absolvieren speziell gestaltete Aufgaben, die häufig auf die Behandlung einer bestimmten Erkrankung zugeschnitten sind; sie soll den Benutzer von seinen umgebenden sensorischen Eingaben isolieren und die Illusion eines Eintauchens in eine computergenerierte, interaktive virtuelle Umgebung vermitteln. Diese Technologie hat einen klinisch nachgewiesenen Nutzen als ergänzendes Analgetikum bei Verbrennungswundversorgung und anderen schmerzhaften medizinischen Verfahren gezeigt. Die Technik kann von einer einfachen PC- und Tastaturkonfiguration bis hin zu modernen Virtual-Reality-Headsets reichen. Sie wird häufig als alternative Form der Expositionstherapie eingesetzt, bei der Patienten mit harmlosen virtuellen Darstellungen traumatischer Reize interagieren, um Angstreaktionen zu reduzieren. Sie hat sich besonders wirksam bei der Behandlung von PTSD erwiesen und zeigt großes Potenzial zur Behandlung verschiedener neurologischer und physischer Erkrankungen. Virtual-Reality-Therapie wurde auch eingesetzt, um Schlaganfallpatienten dabei zu helfen, die Muskelkontrolle zurückzugewinnen, andere Störungen wie Körperdysmorphie zu behandeln und soziale Fähigkeiten bei Personen mit Autismus zu verbessern.